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Geschwindigkeit  •  Reaktionszeit  •  Bremsverzögerung  •  Anhalteweg  •  Hindernis  •  Abblendlicht

Geschwindigkeit

Zunächst bewegt sich das Fahrzeug mit einer bestimmten Geschwindigkeit vorwärts. Die Geschwindigkeit wird in Kilometer pro Stunde (km/h) angegeben. Die Bremsung des Fahrzeuges erfolgt aus dieser Geschwindigkeit - die sogenannte Bremsausgangsgeschwindigkeit - heraus. Es handelt sich dabei um die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges, die es unmittelbar vor dem Anhaltevorgang hatte. Diese Geschwindigkeit kann von Ihnen auf dieser Webseite eingetragen werden.

Kommt es während des Anhaltevorganges zu einer Kollision mit einem Unfallgegner oder einem Hindernis, erfolgt der Zusammenstoß aus einer bestimmten Geschwindigkeit heraus, da sich das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch in Bewegung befindet. Diese Geschwindigkeit wird hier als Aufprallgeschwindigkeit bezeichnet.

Während des Reaktionsweges ist die Aufprallgeschwindigkeit ident mit der Bremsausgangsgeschwindigkeit; während des Bremsweges nimmt diese dann "mit dem Quadrat ab", das bedeutet, dass sie zuerst langsamer, und dann immer schneller abnimmt.

Reaktionszeit

Als Reaktionszeit geht man bei einem durchschnittlichen nüchternen Fahrer in der Regel von 0,8 Sekunden aus. Die Reaktionszeit erhöht sich deutlich, wenn die Fahrerin oder der Fahrer unaufmerksam (Radiobedienung, Telefonat, laute Musik, Gespräch mit anderen Fahrzeuginsassen, Müdigkeit, etc.) oder nicht nüchtern (Alkohol, Drogen, Medikamente) ist. Durch besonders konzentriertes und aufmerksames Fahren kann die Reaktionszeit verringert werden, diese Konzentration lässt sich allerdings oft nicht lange aufrechterhalten.

Auf dieser Webseite wird in die Reaktionszeit noch die Bremsansprechzeit - jene Zeit, die vom Betätigen des Bremspedals bis zum Aufbau der vollen Bremsleistung benötigt wird - mit einbezogen. Diese wird in der Regel mit 0,2 Sekunden angenommen, deshalb ist ein Gesamt-Wert von 1,0 Sekunden vorgegeben, den Sie aber natürlich abändern können.

Innerhalb der Reaktionszeit wird der Reaktionsweg zurückgelegt.

Bremsverzögerung

Als Bremsverzögerung bezeichnet man die Geschwindigkeitsverminderung über einen gewissen Zeitraum hinweg. Sie wird auch negative Beschleunigung genannt. Die Bremsverzögerung ist der Wert, mit dem ein Fahrzeug abgebremst wird. Die Verzögerung ist u.a. von der Fahrzeugart, der Bremsanlage, vom Fahrbahnbelag/-zustand bzw. von der Steigung/dem Gefälle abhängig. Die Bremsverzögerung wird in Meter pro Quadratsekunde (m/s²) angegeben. Die üblichen, mittleren Bremsverzögerungen sind in einer Tabelle unter "Wertetabelle" zusammengefasst. Als guter Durchschnittswert werden 7,5 m/s² vorgegeben.

Innerhalb der Bremszeit, in der die Bremsverzögerung zu tragen kommt, wird der Bremsweg zurückgelegt.

Anhalteweg

Der Anhalteweg setzt sich aus dem Reaktionsweg und dem Bremsweg zusammen. Die gesamte Zeit, die für den Anhaltevorgang benötigt wird, ist die Anhaltezeit.

Hindernis

Sie haben die Möglichkeit ein Hindernis zu definieren. Die Hindernisentfernung gibt die Entfernung des Hindernisses (in gerader Linie voraus) von dem Ort an, wo der Anhaltevorgang beginnt.

Liegt das Hindernis innerhalb des Anhalteweges kommt es zur Kollision. Kollisionsbedingte Geschwindigkeitsabnahmen von PKW/LKW bei Kollisionen mit Fussgängern und Radfahrern betragen durch den großen Masseunterschied nur rund 1-2 km/h und können bei der Berechnung des weiteren Anhalteweges vernachlässigt werden. Die Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug auf das Hindernis aufprallt, wird als Aufprallgeschwindigkeit ausgegeben.

Die Folge einer Kollision zwischen einem PKW und einem Fussgänger oder Radfahrer hängt von der Aufprallgeschwindigkeit ab.

Quelle: VCÖ

Diese Graphik zeigt den Zusammenhang zwischen der Verletzungswahrscheinlichkeit von Fussgängern in Abhängigkeit unterschiedlicher Aufprallgeschwindigkeiten durch Kraftfahrzeuge. Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 30 km/h leicht verletzt zu werden mit rund 60% am größten; bei 50 km/h wird man mit der höchsten Wahrscheinlichkeit tödlich verletzt (ca. 40%).

Die Dauer bis zum Aufprall gibt an, wie viel (oder besser: wenig) Zeit vom Beginn des Anhaltevorgangs bis zur Kollision vergeht. Die äquivalente Fallhöhe zeigt anschaulich, welcher Fallhöhe (freier Fall) die Aufprallgeschwindigkeit analog entspricht.

Mit dem  Button können Sie das Hindernis an dem Ort definieren, an dem das Fahrzeug gerade zum Stillstand kommt, es also gerade zu keiner Kollision mehr kommt.

Mit den Buttons  und  könne Sie jeweis die Hindernis-Werte des anderen Fahrzeuges übernehmen. Mit dieser Funktion können Sie komfortabel verschiedene Aufprallgeschwindigkeiten bei gleicher Hindernisentfernung vergleichen (siehe auch Beispiele).

Abblendlicht

Das richtig eingestellte und den Gegenverkehr nicht blendende Abblendlicht eines Fahrzeuges leuchtet die Fahrbahn ca. 50 bis 65 Meter weit aus. In diesem Bereich muss das Fahrzeug zum Stillstand gebracht werden können ("Fahren auf Sicht").